Diese besondere Auszeichnung ehrt die Truppe sehr und spornt zu neuen Höhenflügen  und Kreativ-Schüben an! Gemäss Karl’s kühne Gassenschau wird das Preisgeld in « Forschung und Entwicklung » investiert. So ist die Truppe bereits wieder an neuen Stück-Ideen dran, die Premiere der neuen Produktion soll im Frühsommer 2016 stattfinden. Als Austragungsort ist Winterthur vorgesehen, die Bewilligungen sind eingeben und die Kühnen hoffen auf einen positiven Bescheid. „ Wir würden uns sehr freuen, wenn wir wiederum in Winterthur Premiere feiern dürften!“, so die vier Gründungsmitglieder.

Karl’s kühne Gassenschau zählt zur ersten Generation der freien Theatergruppen der Schweiz. Gegründet 1984 von sechs Leuten, die sich an der Mimenschule Ilg in Zürich kennengelernt hatten, bilden heute immer noch vier der Gründer, Paul Weilenmann, Brigitt Maag, Markus Heller und Ernesto Graf, den Kern der Truppe. Zu Anfang zeigten sie mit Klamauk gespicktes Strassenvarieté, bestehend aus zirzensischen Darbietungen, musikalischen Auftakten und virtuosen Feuernummern. Es folgten immer aufwändigere Produktionen, die mehrere Saisons lang an einem Ort gespielt werden. 1998 gewann die Gruppe erstmals einen Prix Walo für ihr Programm «Stau», zuletzt 2013 für «FABRIKK». 2011 wurden sie mit dem Schweizer Kleinkunstpreis der ktv ausgezeichnet.

Die Lust am Tüfteln und Experimentieren zeigt sich in ihren Stücken: Aktionstheater um eine «Baustelle», Landschaftstheater im «S.T.E.I.N.B.R.U.C.H», das mit «r.u.p.t.u.r.e» eine Westschweizer Version im stillgelegten Steinbruch von St-Triphon erhielt, das Wasserspektakel «AKUA», das Zukunftsaltersheim «SILO 8» oder «FABRIKK», dessen französische Version 2015 wiederum in St-Triphon (VD) gespielt wird und bereits über 75’000 Tickets verkauft sind.

Die Stücke von Karl’s kühne Gassenschau sind nicht nur gewaltige Spektakel. Charme, Komik und Risiko spielen zwar bei jeder Kreation zentrale Rollen, doch es geht nicht nur um Spass und Nervenkitzel – das Publikum soll auch zum Nachdenken verführt werden. Es sind stets zeitkritische Themen, die unter die komödiantische Lupe genommen werden. So gelingt es den Kühnen ein breites Publikum anzusprechen, allein «SILO 8» sahen 580’000 Menschen in der Schweiz bei «FABRIKK» sind es bereits über 450’000 Besucher!