Die Schweizer Energiebranche befindet sich im Umbruch. Zukünftig fehlende Möglichkeiten in der Stromproduktion müssen mit Steigerung der Energieeffizienz und Integration erneuerbarer Energien kompensiert werden. Schlüsselkomponenten zur Netzführung sind dazu unter anderem auch der Einsatz von Smart Grid und Smart Metering. Ein intelligentes Stromnetz integriert sämtliche Akteure auf dem Strommarkt durch das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung, Netzmanagement und Verbrauch in ein Gesamtsystem. Dass dazu der Austausch vielfältigster Daten nötig ist, ist selbstredend.

Eine wesentliche Änderung für den Verbraucher ist dabei der Einsatz von sogenannten Smart Metern. Intelligente und „kommunikative“ Zähler, welche den jeweiligen Verbrauch und/oder die Erzeugung sowie evtl. weitere Daten in regelmässigen Abständen an eine oder verschiedene Stellen automatisiert melden. Diese Daten sind nötig, um die Basis für eine effiziente Energieversorgung zu schaffen, unterstehen jedoch den Anforderungen der Schweizerischen Datenschutzgrundsätze.

In diesem Zusammenhang und um die Privatsphäre von Nutzern intelligenter Zähler (Strom, Gas, Wasser, Wärme) zu gewährleisten, sind Systemsicherheit und Datenschutz brennende Themen, womit sich heute jeder moderne Energieversorger auseinander setzen muss.

Viele Konsumenten fürchten sich davor ausspioniert zu werden, also vor einem Missbrauch der anfallenden und durchaus sensiblen Daten. Und genau dieses Misstrauen gilt es ernst zu nehmen und entsprechende Massnahmen zu ergreifen, damit oft heraufbeschworene Schreckensszenarien nicht Wirklichkeit werden. Denn nicht nur für Hacker und Gangster sind diese Daten interessant, sondern auch für Behörden, Ämter, Werbe- und andere Industrien.

Umfangreiche Änderungen an der ICT-Infrastruktur der Versorger und anderer Beteiligten werden nötig sein, um die künftigen Bedürfnisse zu decken. Aber auch das Wissen und die Anwendung regulatorischer und gesetzlicher Anforderungen gilt es über neue Prozesse einzubinden und nachhaltig zu verankern.

Die erste Fachtagung von Swissmig am 26. September 2014 in der Umwelt Arena Spreitenbach setzt sich genau mit diesen Themen auseinander. Die Verfügbarkeit von Energie und der sichere Umgang mit Daten sind mit der verstärkten Nutzung von ICT wichtige Themen für die gesamte Energiewirtschaft. Swissmig hat verschiedene Experten zu diesem Thema eingeladen, um den Teilnehmern der Fachtagung einen guten Überblick zu regulatorischen, gesetzlichen und technischen Fragen zu geben. In der Fachtagung wird aufgezeigt, welche Rahmenbedingungen für einen sicheren Betrieb von intelligenten Energienetzen nötig sind. Mit Praxisbeispielen wird erklärt, wie das Thema von der Industrie und den Technologieanbietern gelöst wird, und wie die Energieversorger den Umbau ihrer Netze sicher und nachhaltig vorantreiben können.

Life und exklusiv in der Schweiz können die Teilnehmer den Bestsellerautor Marc Elsberg erleben, welcher zur Verletzlichkeit einer digitalisierten Welt referieren wird. Er hat bereits mit seinem Thriller „Blackout“ die europäische Energiewirtschaft in Aufregung versetzt.

Weitere Informationen:
www.swissmig.ch/Fachtagung