Das zur Solothurner Spitäler AG (soH) – mit den weiteren Standorten Bürgerspital Solothurn sowie Kantonsspital Olten – gehörende Spital Dornach stellt die stationäre medizinische und chirurgische Akutversorgung (Grundversorgung) der Bevölkerung, inklusive durchgehendem Notfalldienst, in seinem Einzugsgebiet sicher.

Ausserdem besitzt das Spital Dornach mit der 2013 gegründeten Orthoklinik einen orthopädischen Schwerpunkt. Weitere Kernkompetenzen sind die Onkologie und die Hämatologie, Viszeral- und Adipositas-Chirurgie – die sogenannte Bariatrische Chirurgie – sowie die Hals- Nasen- Ohren-Heilkunde. Das Spital Dornach arbeitet in diesen und weiteren Fachdisziplinen eng mit Beleg- und Konsiliarärztinnen und -ärzten aus der Region zusammen.

Wie Barbara Schunk, seit Februar 2014 Direktorin des Spitals Dornach und Mitglied der soH-Geschäftsleitung, im Interview mit dem « Geschäftsführer» betont, strebt das Spital für die Zukunft ein qualitatives und quantitatives Wachstum an. Gleichzeitig soll mit dem Ausbau der medizinischen Schwerpunkte die bisher schon starke Verankerung bei den Patienten noch mehr gestärkt werden.

Geschäftsführer:
Der Verwaltungsrat der soH hat beschlossen, das Profil des Spitals Dornach in den nächsten Jahren sukzessive zu stärken – was bedeutet das konkret?

Barbara Schunk:
Aufgrund der guten Verankerung des Spitals Dornach im Schwarzbubenland und in der Region bei Patientinnen, Patienten sowie zuweisenden Ärzten sowie den daraus resultierenden zahlenmässig erfreulichen Ergebnissen soll das Angebotsprofil des auch bei Zusatzversicherten beliebten Spitalstandorts weiter geschärft werden und in Zukunft auf mehreren Säulen beruhen. Neben der Grundversorgung in der Inneren Medizin und in der Chirurgie wird die soH zusätzlich zwei bis drei Angebotsschwerpunkte weiter ausbauen, für welche das Spital Dornach über die geeignete Infrastruktur verfügt. Auch wird die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Orthoklinik Dornach fortgesetzt. Die 2013 erfolgte Integration der eigenständigen Orthoklinik ist ein Meilenstein in der Geschichte des Spitals Dornach. Kürzlich wurde eine eigene orthopädische Pflegestation eröffnet. Die Klinik führt mittlerweile rund 6‘000 ambulante Konsultationen und 850 stationäre Eingriffe pro Jahr durch.

Können Sie schon sagen, welche Angebotsschwerpunkte das Spital Dornach in Zukunft anbieten wird?

Nach dem strategischen Entscheid des Verwaltungsrats der soH das radiologische Angebot durch die Integration eines MRI auszubauen habe ich nun den Auftrag die entsprechenden Abklärungen zu treffen und Vorschläge zu erarbeiten. Das ist eine extrem spannende Aufgabe und macht auch viel Freude, denn das Spital Dornach bietet neben der internistischen und chirurgischen Grundversorgung inklusive Notfall und der Orthopädischen Chirurgie jetzt schon starke Kernkompetenzen in Bereichen wie Onkologie, Hämatologie, Viszeralchirurgie, Bariatrische Chirurgie oder HNO, um nur ein paar zu nennen.

Sind mit dem Entscheid, die bestehenden Angebotsschwerpunkte weiter zu schärfen  auch bauliche Massnahmen verbunden?

Natürlich sind aufgrund der wachsenden Fallzahlen und der Weiterentwicklung des Leistungsspektrums auch Überlegungen bezüglich der räumlichen Entwicklung anzustellen. In einem ersten Schritt werden in einem eigenen Anbau die Diagnosemöglichkeiten in der Radiologie durch die Anschaffung und baldigen  Inbetriebnahme eines Magnetresonanztomographie-Gerätes verbessert. Dieses neue Angebot erlaubt uns noch bessere Diagnose-und Behandlungsprozesse und kürzere Wege für unsere Patientinnen und Patienten.

Der Erfolg eines Spitals ist aber nicht nur die Summe des medizinischen Angebots?

Das ist richtig. Deshalb achten wir darauf, dass wir als „Spital für die Region“ der Ansprechpartner für die alltäglichen Bedürfnisse der Patienten sind. Unser Spital ist klein und überschaubar, man kennt sich, und das schafft eine familiäre Atmosphäre. Das Spital Dornach ist die Alternative zum grossen, eher anonymen Spital. Wer bei uns in Behandlung ist, kennt seine ärztlichen und pflegerischen Betreuerinnen und Betreuer und umgekehrt. Das ist eine gute Grundlage, um ein nachhaltiges Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Was bedeutet es für die Patientinnen und Patienten, dass das Spital Dornach Bestandteil der soH ist?

Dadurch können unsere Mitarbeitenden Fachwissen und Erfahrungen aus allen soH-Spitälern jederzeit zum Wohl der Patienten abrufen. Der Ausbau und die Profilschärfung in Dornach entsprechen aber auch der in den strategischen Zielsetzungen des Gesamtunternehmens formulierten Absicht, das Leistungsangebot gezielt und bedarfsgerecht an allen Standorten für die Bevölkerung weiterzuentwickeln. Die zusätzliche medizinische Schwerpunktbildung ist eingebettet in das gesamtmedizinische Leistungsangebot der soH.