Beim Namen «Grüner Heinrich» wissen viele Basler natürlich, dass es sich dabei um Gottfried Kellers teilweise autobiografischen Roman, einen der bedeutendsten Bildungsromane der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts, handelt, aber eigentlich noch näher liegt ihnen das Restaurant «Grüner Heinrich» mitten im Herzen von Basel, das in der Vergangenheit über Jahrzehnte zum festen Bestandteil der Basler Ausgehkultur gehörte.

GESCHÄFTSFÜHRER:
Nach rund 20 Jahren gibt es den «Grünen Heinrich» wieder – Ihr gastronomisches Konzept knüpft aber nicht nur an die alten Zeiten an, wieso nicht?

Daniel Rieder:
Der Gast hat heute andere Bedürfnisse als früher. Die Gastro-Kultur und das Ausgehverhalten haben sich verändert. Der Konsument ist kritischer geworden, sucht die Abwechslung und er gibt sich nicht allein mit dem Wiederaufleben nostalgischer Erinnerungen zufrieden.

Was bleibt wie früher und was wird neu?

Geblieben ist der geschichtsträchtige Name «Grüner Heinrich» als Treffpunkt mitten in der Stadt. Neu ist, dass wir das Getränke- und Speiseangebot den veränderten Konsumgewohnheiten der heutigen Zeit angepasst haben.

Können Sie das konkretisieren?

Einerseits haben wir dem Barbereich im «Grünen Heinrich» ein bisschen den Charakter einer gemütlichen Lounge gegeben, wo sich die Gäste in lockerer Atmosphäre zum Apéro oder zu einem Glas Wein treffen können, andererseits bieten wir im Restaurant zum Lunch eine kleine Auswahl von gutbürgerlichen Gerichten und zum Abendessen eine weltoffene, unkomplizierte und saisonale Küche an.

Was verstehen Sie unter weltoffener und unkomplizierter Küche?

Wir verbinden die traditionelle mit der neuzeitlichen Küche. Verwenden die neusten Zubereitungsmetoden und kreieren aus verschiedenen kulinarischen Einflüssen saisonal geprägte Gerichte. Dabei stellen wir zum Beispiel unsere Teigwaren und Glaces selbst her und räuchern auch den Lachs selbst. Grundsätzlich bieten wir unseren Gästen eine sich laufend veränderte Karte an.