Dem FCB ist es gelungen, mit Martin Blaser einen der führenden Fachmänner im Schweizer Sportmarketing gewonnen zu haben. Der gebürtige Berner war in den vergangenen zwei Jahrzehnten für die Vermarktung bedeutender nationaler Sportrechte in den Bereichen Fussball, Eishockey und Tennis verantwortlich. 
Im Gespräch mit dem GESCHÄFTSFÜHRER skizziert Martin Blaser, der unter anderem schon die Fussball-Nationalmannschaft, den Schweizer Fussball-Cup, Swiss-Ski und den Spengler Cup Davos vermarktet hat und 13 Jahre für die Komplettvermarktung des Grasshopper Club Zürich verantwortlich war, seine Philosophie der Vermarktungs-Plattform FCB.
GESCHÄFTSFÜHRER: Sollte man nicht meinen, dass es angesichts seiner Strahlkraft und seiner Erfolge einfach ist, den FCB zu vermarkten?
Martin Blaser: Natürlich hat der FCB in allen relevanten Einnahmebereichen in den letzten Jahren sehr gute Ergebnisse erzielt. Aber wir müssen in die Zukunft schauen, unsere Einnahmequellen festigen und optimieren, für beste strukturelle Voraussetzungen sorgen und neue technologische Entwicklungen in unsere Überlegungen einbeziehen. Auch im Marketing gilt: Stillstand ist Rückschritt! 
Neben der Vermarktung des St. Jakob-Parks durch die FC Basel 1893 AG sowie der Neuordnung der kompletten Gastronomie per 1. Juli 2014 hat der FCB insbesondere im Bereich Sponsoring Veränderungen vorgenommen – wie sehen diese aus?
Vereinfacht gesagt bieten wir nun den Sponsoren in einem auf drei Säulen beruhenden Konzept mehr auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Möglichkeiten an. Ausgehend vom Basis-Paket «Basic» können die Firmen klar strukturierte Leistungen im Rahmen der Sponsoring-Pyramide wahrnehmen und nach ihren Wünschen aus sechs sogenannten Kaufoptionen (z. Bsp. «Advertising & Branding», «Hospitality» oder «Nachwuchs») zusätzliche Module erwerben. Apropos «Hospitality»: Nach der Erneuerung der Logen im St. Jakob-Park vor drei Jahren wird nun der gesamte Hospitality-Bereich im 1. und 2. Obergeschoss per Januar 2015 neu gestaltet und strukturiert.  
Welche Rolle spielen für die Zukunft digitale Plattformen für die Umsatzgenerierung?
Der Blick auf die grossen europäischen Branchenleader zeigt klar auf, dass digitale Plattformen und Anwendungen bereits jetzt – und mit zunehmender Tendenz – nicht mehr wegzudenken sind. So haben auch wir unseren Webauftritt neu gestaltet und entwickeln ihn ständig weiter, zum Beispiel mit der Angleichung der FCB-Applikation für Smartphones. In Kürze wird auch ein neuer Webshop aufgeschaltet. Weitere Pläne betreffen die mögliche Lancierung eines elektronischen Magazins, wobei wir den Printbereich nicht vernachlässigen wollen, wie die Neugestaltung des Magazins «Rotblau» oder die Herausgabe des neuen «Rotblau-Jahrbuchs» zeigen. Zudem denken wir über die Weiterentwicklung des Web-TV nach. Höchst interessante Perspektiven sehe ich zudem bei der Nutzung von Smartphones. Mobile Ticketing und Mobile Payment sind Themenkreise, die uns im Hintergrund stark beschäftigen. 
Inwieweit kann der FCB weitere Märkte erschliessen?
Nun, der FCB ist nicht Real Madrid oder Manchester United. Auch wenn wir sportlich immer wieder international für Schlagzeilen sorgen können, müssen wir vor allem das Potenzial der Fans, Werbepartner und Sponsoren eher in der geografisch näheren Umgebung nutzen. Erst kürzlich hatten wir einen enorm erfolgreichen Auftritt an der HESO in Solothurn, sind während der Schulferien mit FCB-Kids-Camps in den Kantonen Solothurn und Aargau präsent oder organisieren 2015 Golf-Turniere in diesen Kantonen – alles Veranstaltungen, welche einerseits weitere Plattformen für unsere Sponsoren darstellen, aber auch den Namen FCB weiter hinaustragen.

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FC Basel 1893
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