Der Zuwachs-«Meister» heisst Schlieren. 18’500 Einwohner. 40 Prozent mehr als 2005. Limmattaler Rekord. Gebaut wurde in Schlieren vieles. Ein erster Meilenstein war die Ersatzneubausiedlung «Giardino», entlang der Bernstrasse. 170 Genossenschaftswohnungen. Expliziter Lärmschutz ist ihr Markenzeichen. Meilenstein zwei: das Gelände «AmRietpark. Ein besonders gut gelungenes Beispiel für den Wandel von der Industriegegend zur vielfältigen Landschaft zum Arbeiten und auch Wohnen in Schlieren. Bis 1985 wurden auf diesem «Färbi Areal», wie es damals hiess, Textilien eingefärbt. Die Firma Geistlich führte früher eine Leimfabrik am Ort. Ab 2001 begann der Prozess der Umgestaltung. Heute gibt es Am Rietpark neue Siedlungen und Nutzungen. In Schlieren West fand ebenfalls ein Aufwertungsprozess statt. Der rund 190’000 m2 umfassende Komplex erhielt vor zehn Jahren eine Planungszone zugewiesen. Das Stadtentwicklungskonzept 2005 bildete die Grundlage.

Es verfolgte das Ziel der Stärkung des Zentrums, eine bessere Verbindung der Ortsteile, die Schaffung von Entwicklungsmöglichkeiten für grosse Baulandreserven und eine Neuorientierung der verkehrsdominierten Entwicklung des öffentlichen Raums. Die Folge der Prozesse sind die Überbauungen Pfaffenwis, Storchennest und Goldschlägi. 

Weiter westlich liegt Dietikon. 26’600 Einwohner. Tendenz steigend. Entwicklungstreiber ist hier das Limmatfeld. Es umfasst elf quartierähnliche Höfe mit Wohnraum für 2 000 Menschen. Herzstück ist aber der Limmat-Tower. Ein Turm als herausragender Zeuge der Moderne, die das Limmattal erfasst hat. Noch nie wurde im Limmattal ein so markantes, weitherum sichtbares Gebäude erstellt. 80 Meter beträgt seine Höhe. Das fünfeckige Gebäude zählt 26 Stockwerke. Der Lift fährt schnell. Pro Sekunde bewältigt er 6.5 Höhenmeter. Von den 98 angebotenen Eigentumswohnungen haben seit Baubeginn bereits fast alle ihre Käuferschaft gefunden. Weiter westlich von Dietikon entsteht noch mehr Zukunft: Das Niderfeld. Es ist das letzte grosse Baugebiet im Limmattal. Gemischte Nutzung ist geplant. Das Schönste daran aber ist der geplante «Central-Park», der die Nutzungen separiert und gegen 10 Hektaren gross ist. Die Nähe zum Güterbahnhof ist für die industrielle Nutzung vorgesehen. 

Eine Stadtbahn für das Limmattal
Damit sich die Städte und Gemeinden qualitativ weiter entwickeln können, ist ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs notwendig. Die Limmattalbahn wird ab Ende 2022 die Gemeinden Zürich-Altstetten, Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen verbinden und schlägt eine Brücke zwischen den Kantonen Zürich und Aargau.

Die Limmattalbahn soll nachhaltig die Verkehrsprobleme im Limmattal lösen und die nötige Kapazität im öffentlichen Verkehr sicherstellen. Sie verbindet einerseits die Gemeinden untereinander und mit der Stadt Zürich und wird andererseits zum wichtigsten Zubringer auf die S-Bahn im Limmattal. Auf ihrer 13.4 Kilometer langen Strecke bedient sie insgesamt 27 Haltestellen. Sie bietet pro Fahrt Platz für rund 250 Personen und fährt zu über 90 Prozent losgelöst vom Strassenverkehr auf einer eigenen Spur.

Die Limmattalbahn ist jedoch weit mehr als ein ÖV-Projekt: Sie ist ein bedeutender Teil der Stossrichtung, die Siedlungserneuerung und -entwicklung zu unterstützen und im Limmattal die Lebensqualität zu stärken. Wichtige zukünftige Siedlungsgebiete wie das Niderfeld, Schlieren-West oder Kreuzäcker werden durch die Limmattalbahn erschlossen. Das ­Projekt bietet die grosse Chance für eine Attraktivitätssteigerung der ­gesamten Region.

Wirtschaftspodium Limmattal am 16. November 2016
Im Jahr 2000 startete das 1. Wirtschaftspodium Limmattal. Die Idee ein grenzüberschreitendes Podium für das Limmattal zu lancieren fand grossen Anklang. Der Industrie- und Handelsverein Dietikon, die Wirtschaftskammer Schlieren sowie die Vereinigung Industrie, Dienstleis­tungen und Handel Spreitenbach übernahmen das Patronat. Ein effizientes und aktives OK mit Vertretern aus den drei Patronatsvereinen wurde gegründet. Das OK bemüht sich aktuelle Themen mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik diskutieren zu lassen. Dies ist bis anhin gelungen. Die grosse Teilnehmerzahl von inzwischen gegen 800 Personen bestätigt den Erfolg des Wirtschaftspodiums Limmattal. Es gehört zum Grundanliegen des OK, dass sich Persönlichkeiten weit über das Limmattal austauschen können.

Weitere Informationen:
www.wirtschaftsstandort-limmattal.ch
www.limmatstadt.ch
www.wipo-limmattal.ch
www.schlieren.ch
www.dietikon.ch
www.urdorf.ch
www.weiningen.ch
www.geroldswil.ch
www.uitikon.ch
www.oetwiladl.ch
www.oberengstringen.ch
www.unterengstringen.ch