Oft wird die Wirtschaft an den Pranger gestellt, weil sie Menschen mit Behinderung trotz hoher Qualifikationen kaum berücksichtigt. Das neuartige Label iPunkt von Impulse Basel zeichnet Unternehmen aus, die unternehmerische Sozialverantwortung wahrnehmen und Menschen mit Behinderung im ersten Arbeitsmarkt anstellen  – unabhängig davon, ob es um eine Neuanstellung oder einen Arbeitsplatzerhalt nach Unfall oder Krankheit geht.

Das Label wurde mit Arbeitgebern und den regionalen Wirtschaftsverbänden entwickelt. Bis heute sind im Wirtschaftsraum Nordwestschweiz bald 40 Labelträger mit dem iPunkt ausgezeichnet, dazu gehören Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen – von der Gastronomie bis zum Bau. Neben KMU setzen bedeutende Grossunternehmen auf den iPunkt, wie die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) oder der Kanton Basel-Stadt als grösster Arbeitgeber der Region. Als Pioniere zeigen sie mit dem iPunkt auf, dass Integration ein Mehrwert für das Unternehmen ist.

Orientierungsmarke für Arbeitnehmer und Konsumenten

Bewerber und Konsumenten würdigen zunehmend Softfaktoren, die Entlöhnung und der Kaufpreis sind längst nicht mehr alleine ausschlaggebend. Daher lohnt es sich für Unternehmen, ihre Sozialverantwortung in die Waagschale zu legen: «Dank unseres sozialen Engagements haben wir neue Aufträge erhalten», so Hanspeter Guarda, Geschäftsführer der BSK Baumann + Schaufelberger Kaiseraugst AG, einem der ersten iPunkt-Unternehmen.

Der iPunkt ist mehr als eine Orientierungsmarke und bietet konkrete Dienstleistungen für Unternehmen: Labelträger erhalten beispielsweise Unterstützung bei der Personalgewinnung, wodurch ihnen die Perspektive für den oft unbeachteten Arbeitsmarkt von Menschen mit Behinderung eröffnet wird.

Vermittlung von Know-how für Arbeitgeber
Die Eingliederung bzw. Wiedereingliederung von gesundheitlich beeinträchtigten Menschen ist aus verschiedenen Gründen eine sehr
anspruchsvolle Aufgabe: «Arbeitnehmende dürfen nach einem Unfall oder einer Krankheit nicht sich selbst oder gar dem Zufall überlassen werden. Für eine erfolgreiche Begleitung zurück in den Job brauchen wir engagierte Fachleute mit dem nötigen Rüstzeug, die wissen, worauf es ankommt», ist Markus Meier, stv. Direktor der Labelträgerin Wirtschaftskammer Baselland, überzeugt. Genau hier setzt der iPunkt an und legt einen Schwerpunkt auf Know-how-Transfer und Erfahrungsaustausch bei Netzwerkveranstaltungen, HR-Workshops und dem neuen Lehrgang «Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt für Praktiker», welcher in Zusammenarbeit mit der Handelsschule KV Basel und der Advokatur am Rhein im April 2016 lanciert wird.

Labelträger werden nicht alleine gelassen

Im Wirtschaftsraum Nordwestschweiz vereint das Label iPunkt ein Netzwerk von Unternehmen, den regionalen Wirtschaftsverbänden, Behinderten- und Sozialorganisationen, Kantonen, IV-Stellen sowie dem Bund für ein Ziel: «Für eine erfolgreiche Wiedereingliederung müssen Versicherer, Ärzte, Coaches und Arbeitgeber das gleiche Ziel verfolgen. Nur mit vereinten Kräften erreichen wir den gewünschten Erfolg», bestätigt Thomas Manger, Leiter HRM des iPunkt-Unternehmens
MAT TRANSPORT AG.

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