Das im Juli 2014 gegründete Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochterfirma der Basler Pro Engineering AG, welche in der Planung und dem Engineering von elektrotechnischen Anlagen tätig ist, Konzepte erstellt, Gebäudeautomationssysteme realisiert und Dienstleistungen im Bereich der Beratung übernimmt.

Die Pro Engineering Security AG plant und setzt Sicherheitskonzepte für Gebäude nach dem individuellen Sicherheitsbedarf der Auftraggeber um und berücksichtigt dabei die gesetzlichen Anforderungen und die Auflagen der Nutzer, Bauherren und Versicherer. Sie bewertet sowie erfasst Risiken und entwickelt die entsprechenden Lösungen. Die Pro Engineering Security AG projektiert effiziente und innovative Einbruch-, Brandmelde- Video- und Zutrittskontrollanlagen, erstellt die Tür-Fachplanung, legt Evakuierungsmassnahmen fest und überprüft sowie konzipiert Flucht- und Rettungswege. Sie übernimmt die Fachbauleitung im Bereich Sicherheit und Brandschutz und führt integrale Tests in den Bereichen Sicherheit und Brandschutz durch.

Im Interview mit dem Geschäftsführer stellen Anton Häcki, Mitinhaber sowie VR-Präsident der Pro Engineering AG, und Patric Knispel, Mitinhaber und Geschäftsführer der Pro Engineering Security AG, das Unternehmen, welches für umfassende, individuell aufeinander abgestimmte Sicherheitslösungen in Gebäuden sorgt, vor.

Geschäftsführer: Die Pro Engineering AG selbst war schon im Bereich Gebäudesicherheit tätig, wieso ist es zur Gründung einer diesbezüglich tätigen Tochterfirma gekommen?

Anton Häcki: Mit Patric Knispel und seinem Vater Rainer konnten zwei ausgewiesene Gebäudesicherheits-Fachleute gewonnen werden, welche vor allem in den Bereichen Türfachplanung, Entwicklung, Konzeption und Organisation rund um das Thema Gebäudesicherheit grosse Erfahrung mitbringen. Damit konnte der Pro Engineering AG als vor allem technisch orientiertem Planungsbüro eine wertvolle Ergänzung zugefügt werden. Als selbstständiges Unternehmen bietet die Pro Engineering Security AG hohes Synergiepotenzial und profitiert gleichzeitig vom elektrotechnischen Know-how des Mutterhauses.

Wieso hat das Thema Gebäudesicherheit in den letzten Jahren so an Bedeutung gewonnen?

Patric Knispel: Die technische Ausstattung moderner Gebäude hat in den letzten fünf, zehn Jahren markante Fortschritte gemacht. Heute lassen sich nahezu alle Funktionen innerhalb und ausserhalb eines Gebäudes automatisieren und vernetzen. Zugenommen haben aber auch die Gefahrenpotenziale und dementsprechend die Schutz- sowie Sicherheitsbedürfnisse der Menschen, die in diesen Gebäuden wohnen, arbeiten, zur Schule gehen, sich als Patienten oder als Besucher dort aufhalten.

Die Sicherheitsbedürfnisse von Privaten in deren Eigenheim unterscheiden sich aber sicher von denen zum Beispiel in öffentlich zugänglichen Gebäuden oder Produktionsbetrieben?

Patric Knispel: Das Bedürfnis nach persönlicher Sicherheit – gleich, wo man sich befindet – ist allen Menschen gemein. Natürlich misst man der persönlichen Sicherheit und dem Schutz seines Eigentums in den eigenen vier Wänden eine zentrale Bedeutung zu. Genauso wichtig ist es aber, dass die persönliche Integrität als Kunde in einem Warenhaus, als Schüler in einer Schule, als Matchbesucher in einem Stadion oder als Reisender in einem Bahnhof gewährleistet ist, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Vice versa ist es für Unternehmen, Banken, Produktionsbetriebe oder Museen unerlässlich, dass ihre Mitarbeitenden, aber auch sensible Daten, Produktionseinheiten, Lager usw. geschützt sind. Wir reden hier nicht nur vom Schutz vor Feuer, Kriminalität, Terrorismus oder Vandalismus, sondern auch zum Beispiel vom Schutz vor Unfällen oder Schadensfällen bei Produktionsprozessen.

Und für solche Szenarien entwickelt die Pro Engineering Security AG entsprechende Konzepte?

Patric Knispel: Als effiziente Schnittstelle zwischen internen und externen Projektbeteiligten – und mit dem technischen Know-how der Pro Engineering AG – können wir aufgrund unserer Analysen kundengerechte Lösungen sowohl technologisch als auch psychologisch und organisatorisch entwickeln. Einem Laien erschliesst es sich nicht auf den ersten Blick, dass zum Beispiel die Planung einer möglichen Evakuierung von Mitarbeitenden in einem Produktionsbetrieb aufgrund eines Schadensfalles sehr komplex ist. Da reicht es nicht, dass die Alarmierung rein technisch klappt, sondern Fluchtwege müssen richtig angelegt sein und sicher geführt werden, die Beleuchtung muss auch bei Stromausfall gewährleistet sein und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten muss funktionieren.

Sind sich Bauherren, Architekten und Unternehmen dieser Problematiken bewusst?

Anton Häcki: Chemie- und Pharmaunternehmen oder Banken haben natürlich dieses Problembewusstsein. Bei Bauherren oder Architekten und Privaten stellen wir aber immer noch durchaus gewisse Defizite fest. Gerade kleinere Unternehmen sind sich oft nicht bewusst, dass das Aufschieben entsprechender Sicherheitsmassnahmen und -dispositive auf Dauer teuer werden kann. Und ebenfalls nachvollziehbar ist es, wenn Unternehmen eine gewisse Zurückhaltung an den Tag legen, wenn es um ihre sensiblen Bereiche geht. Deshalb ist es oberste Maxime der Pro Engineering Security AG und ihrer Mitarbeitenden, äusserst diskret und verantwortungsvoll mit dem durch ihre Tätigkeit erworbenen Wissen umzugehen.