Braucht es bald keine Büros mehr? Wird alles digitalisiert? Vier Experten gaben in einer angeregten Podiumsdiskussion Antwort und erklärten die Trends der Zukunft.

Neue Technologien verändern auch das Arbeitsumfeld des Menschen. Früher ging man zur Arbeit, heute kann man sie überall mit hinnehmen und rund um die Uhr arbeiten. Das bietet einerseits neue Freiheiten, aber auch Gefahren.

Rund um das neue Arbeitsumfeld stehen Begriffe wie Desk-Sharing, Homeoffice, Teleworking, Lounges statt Sitzungszimmer sowie Ruheräume im Fokus. Noch ist man in vielen Betrieben aber unsicher, welche Massnahme wo und wie Sinn macht.

Beim Trend Talk bei wohnbedarf diskutierten die Experten Stefan Holzinger (SBB), Peter Lehmann (Swiss Prime Site), Tanya Ruegg-Basheva (Camenzind Evolution Ltd.), und Prof. Dr. Hartmut Schulze (Arbeitspsychologe, FHNW Hochschule für angewandte Psychologie“) zum Thema Büros der Zukunft.

Stefan Holzinger erzählte von seinen Erfahrungen mit Ruheräumen, welche bei den Büroräumlichkeiten der SBB eingeführt worden sind. „Leider werden diese viel zu wenig benutzt. Noch immer haben die Mitarbeiter Angst, sich auszuruhen sei negativ belastet.“ Hier müsse das Management eine Vorreiterrolle einnehmen.

Tanya Ruegg-Basheva hakte ein und erklärte, dass Change-Management in vielen Betrieben wichtig sei, das aber Zeit brauche. Bei Google zum Beispiel würden die Ruheräume intensiv genutzt, was zur Kreativität beitrage.

Arbeitspsychologe Hartmut Schulze brachte das Thema Erholung in die Runde. Da die Arbeit nicht mehr ortsgebunden ist, fühlten sich viele Mitarbeiter verpflichtet, Tag und Nacht erreichbar zu sein. Auch hier müsse das Management Vorbildfunktion übernehmen. Und sich der Mitarbeiter selber fragen: „Wer bestimmt wann ich arbeite? Die Technologie oder ich selber?“.

Peter Lehmann sprach über Gebäude und wie diese gebaut und neu benutzt werden. „Ein Gebäude hat heutzutage eine Lebensdauer von rund 100 Jahren. In diesen Jahren gibt es sicher fünf bis sechs wichtige Veränderungen. Darauf muss beim der Planung des Baus geachtet werden.“ Heutzutage würden Sitzungszimmer mit Lounges ersetzt.

Alle waren sich einig, dass der Mensch und sein Wohlbefinden immer im Mittelpunkt stehen müssen. Die drei wichtigsten Motivationstreiber der Mitarbeiter sind laut Hartmut Schulze Autonomie, Kompetenzen erleben und in Kontakt mit den Mitarbeitern sein. Gerade für die Generation Y seien diese Punkte sehr zentral. Die Meinungen zu Homeoffice sind geteilt. Oft fehlen den „Zuhause“-Arbeitern die sozialen Kontakte. Hier gibt es auch Bestrebungen, die Mitarbeiter doch im Büro miteinzubinden. Harmut Schulze berichtet von einem Versuch, einen Mitarbeiter via iPad in die Kaffeeküche zu integrieren.

Über wohnbedarf
wohnbedarf steht seit 1931 für modernes Wohnen. Designklassiker und hochwertige Kollektionen wie zum Beispiel Cassina, Knoll, Minotti, Thonet, Thut, Lehni, Embru oder ClassiCon zeugen von dieser Tradition. In enger Zusammenarbeit mit international bekannten Architekten und Künstlern wie Alvar Aalto, Le Corbusier, Max Bill, Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe und Alfred Roth, entstanden Möbel, die heute als Klassiker gelten. wohnbedarf ist zudem führend im Einrichten von Büroräumen, unter anderem mit Produkten von Fritz Hansen, USM Möbelbausysteme, Vitra, Wilkhahn oder Zoom by Mobimex. Im April 2014 hat die dänische Design Marke Fritz Hansen bei wohnbedarf Zürich den ersten Republic of Fritz Hansen Store in der Schweiz eröffnet.

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www.wohnbedarf.ch