Nicht, dass das feine Raclette und ein Glas Wein bei Heinz Margot keine Ausrede wert wären, bei besagtem Einkaufsstress das eine oder andere Geschenk kurzfristig zu vergessen, aber allein schon die Anwesenheit des kürzlich sogar in einem Western aufgetretenen Baslers mit der unverkennbaren Stimme verspricht amüsante und vor allem «heimelige» Stunden mit viel Witz und Lachen.
Im Interview mit dem GESCHÄFTSFÜHRER spricht Heinz Margot über seine Affinität zur Gastronomie, seine Schauspieler- und Moderatoren-Tätigkeit und weshalb er generell eigentlich selten einen Plan hat.
GESCHÄFTSFÜHRER: Wie kommt man als Schauspieler und Moderator zur Gastronomie?
Heinz Margot: Meine Eltern hatten ein Restaurant, und deshalb sind Kochen und ebenso gern Essen wohl irgendwie in meinen Genen. Dass ich aber am TV oder in der Öffentlichkeit moderierend Kulinarisches präsentieren oder sogar während fast einem Jahrzehnt eigene Restaurants in Zermatt führen würde, das war nicht geplant. Ich bin da irgendwie reingerutscht, wie bei so vielem, was ich gemacht habe!
Sie hatten also nie einen Plan?
Mein Plan war immer, möglichst keinen zu haben. Ich hatte das Glück, auf verschiedenen Standbeinen – sei es die Schauspielerei oder das Moderieren in Radio und TV – stets wieder interessante, neue Wege gehen zu können, die es mir auch ermöglichten, an neuen Projekten zu arbeiten. Ich bin halt ein ruheloser Geist, der gerne neue Dinge anreisst und realisiert.
Warum sieht man Sie im Fernsehen nicht mehr so oft?
Ich bin seit über 20 Jahren beim Fernsehen, und ehrlich gesagt reizt mich diese Arbeit nur noch sehr bedingt. Die Sendungen zur Fasnacht oder beispielsweise dem Christmas Tattoo, welches an Heiligabend ausgestrahlt wird, sind für mich noch so etwas wie Liebeleien. Ansonsten widme ich mich lieber meinen Gastro-Projekten oder stehe auf einer Theaterbühne … 
… was auch einer der Gründe war, weshalb Sie aus dem Wallis wieder nach Basel zurückgekehrt sind?
Nebst Freunden, Familie und Heimweh nach Basel bestimmt auch zum Teil. Nach zwölf Jahren wieder Theater zu spielen, das hat mich schon gereizt. Und so habe ich mit der Basler Theaterfalle im Stück «Im Wilden Westen», das kürzlich auch als Film herausgekommen ist, einen Cowboyhut auf den Kopf, einen Schnauz ins Gesicht und einen Revolver in die Hand genommen! Und es hat einen Riesenspass gemacht.
Nochmals zurück zu Kulinarischem: Sie haben im «Schällenursli», der Besenbeiz, die Simon Lutz mit Urs Rediger, dem Pächter des romantischen Bauernhofes auf dem Margarethenhügel, betreibt, als Veranstalter unter der Überschrift «Edition» letztes Jahr mit Pascal Schmutz und dieses Jahr mit Nik Gygax zwei Spitzenköche engagieren können – wird dieser kulinarische Spitzen-Event auch 2015 stattfinden?
Aufgrund der bisher hervorragenden Resonanz sollte es eigentlich so sein. Da ich aber ab März in der Schweizer Uraufführung des Stückes «Die Wunderübung» wieder auf der Bühne stehen werde, kann es sein, dass wir mit der «Edition» eine Pause einlegen. Mal sehen – das ist eben eine Schwierigkeit mit Plänen: Nicht selten überschneiden sie sich mit Ungeplantem.