Architekt Giorgio Morandini mit einem von ihm entwickelten Ventil: Das Ventil wird anstelle eines Laubkorbes auf den Dachwasserablauf aufgesetzt. Morandini zeigt, wie der Druck des Regenwassers die elastische Membran nach innen drückt und dann abfliessen kann. Regnet es nicht, ist die Membran geschlossen und verhindert, dass durch das Abflussrohr Heizwärme nach aussen dringt und zu Wärmeverlusten führt. Foto: B. Vogel

Selbst gut gedämmte Gebäude haben Wärmeverluste: Durch Lüftungs- und Abwasserrohre sowie durch weitere Funktionsöffnungen in der Gebäudehülle können fünf Prozent der Heizenergie verpuffen, unter Umständen sogar deutlich mehr. Das zeigt eine an der Hochschule Luzern für Technik und Architektur erstellte Studie, die vom Bundesamt für Energie unterstützt wurde. Ein Luzerner Architekt hat nun neuartige Ventile entwickelt, die helfen könnten, diese Energieverluste bei Neu- und Bestandsbauten erheblich zu vermindern. Die Resultate der Hochschule Luzern könnten zudem die Grundlage bilden für eine künftige Berücksichtigung der Wärmeverluste von Funktionsöffnungen im Energiebedarfsnachweis nach Norm SIA 380/1:2009.

Einen Fachbericht zum Projekt finden Sie unter: www.bfe.admin.ch/CT/Gebaeude