Der Hauptsitz des 1931 von Hans Krüger gegründeten Familienunternehmens, das heute in dritter Generation von Christian Krüger geleitet wird, befindet sich im modernen Verwaltungs- und Logistikzentrum in Degersheim. An den 18 Standorten der ganzen Schweiz werden gegenwärtig über 230 Mitarbeitende beschäftigt. Zur Krüger-Gruppe gehören auch Produktionsbetriebe in Asien.

Was mit Luftbefeuchtern für Radiatorheizungen begann, welche für ein gesünderes Wohnklima und für mehr Komfort sorgten, wurde im Verlauf der Zeit dann um zuverlässige Feuchtigkeits- und Temperaturmessgeräte, Luftentfeuchter, Luftreiniger, Klimageräte und Wäschetrockner erweitert. Eine wegweisende Innovation war der Einsatz von Luftentfeuchtern für die Bau- und Materialtrocknung, welche sich zu einer tragenden Sparte der Krüger & Co. AG entwickelte. Damit wurde der Wandel vom reinen Handelsbetrieb zum vielseitigen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen vollzogen.

In den 1980er-Jahren brachte die Krüger & Co. AG mit der Secomat-­Wäschetrocknung ein völlig neuartiges Trocknungskonzept auf den Markt. Heute gehört die sogenannte Kondensationstrocknung nach dem Secomat-Prinzip zum Standard in schweizerischen Trocknungsräumen. Auch im Bereich der effizienten und schonenden Wasserschaden-­Trocknung leisteten die Ingenieure der Krüger & Co. AG massgebliche Impulse und trugen dazu bei, dass Wasserschäden zu einem Bruchteil der früheren Kosten saniert werden können.

Im Interview gibt Otto Rudin, Leiter der für die Nordwestschweiz zuständigen Krüger-Niederlassung in Grellingen, Einblick in die Tätigkeiten des Unternehmens, das mit einer breiten Palette an Dienstleistungen und Produkten sowie hochkarätigem Know-how für seine Kunden in der Region rund um die Uhr zur Verfügung steht.

«Geschäftsführer»: Entfeuchten, Heizen, Kühlen, Sanieren – was sind die Haupttätigkeiten der Krüger & Co. AG?
Otto Rudin: Alle diese Bereiche nehmen je in etwa die gleichen Volumina ein. Unsere Tätigkeiten werden aber auch durch die Jahreszeiten bestimmt. Also grob gesagt: Kühlen im Sommer, Heizen im Winter. Gerade jetzt auf den Winter, wo die Temperaturen tief sind, werden zum Beispiel für Bauvorhaben Geräte der Krüger & Co. AG benötigt.

Weshalb?
Früher mussten Baustellen während der kalten Monate stillgelegt werden. Das können und wollen sich Bauherren nicht mehr leisten. Deshalb setzen wir auf Baustellen sogenannte Winterbauheizungen ein, welche auch bei frostigen Temperaturen effizient arbeiten und dafür sorgen, dass jedes Bauvorhaben rechtzeitig fertig wird.

Wie funktioniert eine solche Winterbauheizung?
Die leistungsfähigen und robusten Krüger-Heizungen liefern die nötige Heizenergie durch ein Verteilsystem mit Luftschläuchen. Diese verteilen die Wärme gleichmässig im Gebäude. Mit den neuen Wasser-­Luft-Heizungen wird die Wärme über Wasserschläuche an den benötigten Ort transportiert. Von dort aus wird die Wärme über einen Warmwasser-­Lufttauscher verteilt. Dank eines Thermostats kann jeder Raum separat reguliert werden. Als Energieträger nutzen wir Öl, Erd- und Flüssiggas sowie Holzpellets. Seit Kurzem ist zudem der neue Biobrennstoff im Einsatz. Dieser stammt zu 100 % aus pflanzlicher Biomasse und unterstreicht die Philosophie der Krüger & Co. AG, in Zukunft noch nachhaltiger zu arbeiten.

Die Krüger & Co. AG bedient sich neuster Technologien und verwendet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse – wie werden das entsprechende Know-how und technologische Entwicklungen bei den Mitarbeitenden implementiert?
Die Mitarbeitenden werden regelmässig und laufend an unserem Schulungszentrum in Degersheim aus- und weitergebildet. Wir geben aber auch unseren Kunden und Partnern unser Know-how gerne weiter, sei dies an Seminaren, an Informationsveranstaltungen oder in Form von Fachreferaten von unseren Spezialisten. Es ist in der Tat so, dass die technologischen Entwicklungen ständig voranschreiten, und deshalb steht die Krüger & Co. AG für Innovation und jahrzehntelanges Know-how, was auch hinsichtlich Wirtschaftlichkeit den Kunden zugute kommt. Nehmen wir das Beispiel Wasserschaden: Hier haben wir uns als Sanierer grosses praktisches Wissen erarbeitet und verwenden – je nach Schadensfall – verschiedene Methoden wie Oberflächen-, Isolations- oder Mikrowellentrocknung. Gleichzeitig bedienen wir uns modernster Mess- und Ortungstechnologien. So nutzen wir die Thermografie, um Energieverluste aufzufinden, die an Objekten als thermische Schwach- und in der Folge als Schadstellen erkannt werden. Neben eigenen Messungen, wie beispielsweise im Bereich der Schimmelpilzproblematik oder der Luftreinhaltung, arbeiten wir auch mit externen, darauf spezialisierten und wissenschaftlich basierten Institutionen zusammen, welche die entsprechenden, abgestützten Analysen liefern.

Bei Schadensfällen ist schnelles Eingreifen vonnöten – wie gewährleistet das die Krüger & Co. AG?
Kundennähe wird bei uns grossgeschrieben. Eine dezentrale Organisation mit einer umfangreichen Lagerhaltung an jedem Standort verkürzt Liefer- und Arbeitswege. So können wir an jedem Ort der Schweiz innert kurzer Zeit mit Spezialisten und mit dem entsprechenden Material aktiv werden. Nötigenfalls können auch Geräte und Mitarbeiter benachbarter Standorte mit zugezogen werden.

www.krueger.ch