«Geschäftsführer»: Vor 3 Jahren haben Sie Ihre Filiale eröffnet. Dies mit einem Geschäftsmodell, welches international orientierte KMU ab einem Umsatz ab CHF 15 Mio. anspricht. Wie waren die Reaktionen Ihrer potentiellen Kunden?
Von den Reaktionen waren wir selbst überrascht, denn die Kunden empfanden unsere Ansprache sehr positiv und dies zeigt uns, dass wir mit unserem Geschäftsmodell die richtigen Bedürfnisse der Schweizer KMU ansprechen.

Wo stehen Sie heute? Haben Sie Ihre Ziele erreicht?
In den vergangenen 3 Jahren konnten wir knapp 100 Unternehmen von unseren Mehrwerten im internationalen Bankgeschäft überzeugen und andererseits uns ein gutes Netzwerk zu Multiplikatoren aufbauen. Unsere eigenen Erwartungen haben wir damit klar übertroffen – sehen uns aber noch lange nicht am Ziel angekommen. Dies unterstreichen auch die vielen Kundenanfragen für deren Projekte in 2017.

Sie erwähnen Ihre Mehrwerte im internationalen Bankgeschäft. Können Sie uns dazu mehr erzählen.
Sehr gern. Die Commerzbank wurde vor rd. 150 Jahren von Kaufleuten zur Stärkung und Abwicklung ihres eigenen Handels gegründet. Dies prägt auch heute noch unser Geschäftsmodell. Wir verfügen über Standorte in über 50 Ländern und über ein weltweites Netz an Korrespondenzbanken. Gerade diese internationale Vernetzung ist die Basis für unsere Kernkompetenzen, welche wir unter anderem in den Bereich Dokumentargeschäft, Trade Finance sowie der strukturierten Exportfinanzierung sehen. Hier profitieren die Kunden von einem einzigartigen weltweiten Know-How gepaart mit höchster Abwicklungsqualität und effizienten Prozessen. Dies gibt ihnen Sicherheit und schafft Freiräume für andere unternehmerische Tätigkeiten. Und das Ganze natürlich mit einem lokalen Ansprechpartner in der Schweiz, welcher dann sämtliche internationale Tätigkeiten für den Kunden koordiniert.

Können Sie uns dies an einem konkreten Beispiel erläutern?
Vor kurzem haben wir gemeinsam mit unseren lokalen Produktspezialisten für ein Unternehmen mit Hauptsitz in Basel und Tochtergesellschaften in Deutschland, USA und China in allen Ländern Commerzbank-­Konti eröffnet und eine multibankfähige e-banking Lösung eingerichtet. Dies ermöglicht dem Kunden mit einem Login sämtliche nationalen und internationalen Bankkonti zu verwalten. Dank eines umfassenden, grenz­überschreitenden Finanzierungskonzeptes verfügt jetzt jede Tochter­gesellschaft über eine Kreditlimite am jeweiligen Standort. Der Finanzchef der Gruppe profitierte dabei von der Tatsache, dass er diesen ganzen Prozess hier in der Schweiz mit lokalen Ansprechpartnern abwickeln konnte. Die gruppenweite Kreditprüfung erfolgte in Basel, was den Prozess für unseren Kunden erheblich vereinfachte und ihm schlussendlich Aufwand, Zeit und nicht zuletzt Geld ersparte.

Nicht alle KMU sind international tätig. Sind auch regional tätige Unternehmen bei Ihnen willkommen?

Selbstverständlich sind auch solche Unternehmen bei uns herzlich willkommen. Unser Dienstleistungsangebot ist so ausgerichtet, dass es sämtliche Bedürfnisse von Firmenkunden abdeckt. So bieten wir z.B.  auch Konsortialfinanzierungen oder Kapitalmarktprodukte genauso an, wie innovative Absicherungslösungen gegen Kursschwankungen bei Währungen und Rohstoffen. Und dies unabhängig davon, wieviel «Internationalität» ein Unternehmen mitbringt.

Wo sehen Sie die Commerzbank Basel in 3 Jahren?
Wir sind überzeugt davon, dass wir unsere Marktposition weiter ausbauen können. Unser Ziel ist, für die international tätigen KMU der Region Nordschweiz erster Ansprechpartner für ihre internationalen Bankgeschäfte zu sein. Ein anderes grosses Thema wird uns ebenfalls begleiten: die fortschreitende Digitalisierung, mit der sich die Commerzbank im Rahmen von eigenen Studien für KMU schon seit einigen Jahren aktiv befasst. Dieses Wissen geben wir regelmässig natürlich auch an unsere Kunden weiter.

Können Sie uns dazu einen kurzen Ausblick aus Ihrer Sicht geben?

Wir haben in den vergangenen Jahren Studien zu KMU betreffenden Themen durchgeführt und die in einem Netzwerk für Unternehmer publiziert. Zudem wird diese Studie auf einer jährlichen Veranstaltung, der sogenannten UnternehmerPerspektiven, vorgestellt und diskutiert. Der Zuspruch für diese Veranstaltung wächst von Jahr zu Jahr. So konnten wir am 14. November dieses Jahres wieder im Rahmen einer exklusiven Abendveranstaltung in einem neuen interaktiven Arena-Format das hochaktuelle Thema der digitalen Transformation zusammen mit geladenen Gästen und namhaften Unternehmern auf einem hochkarätigen Podium diskutieren. ­Die Studienergebnisse stehen unter www.unternehmerperspektiven.de zur Ansicht und Download bereit. Für Fragen dazu oder zu allen anderen Bankthemen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

www.commerzbank.ch