An der «Auto Basel» kann man in einem Messerundgang einen vollständigen Überblick über alle Automarken, die derzeit in der Region Nordwestschweiz vertreten sind, erwerben. Dabei werden auch einige bedeutende Highlights und Neuigkeiten präsentiert. Erwartet werden gegen 30’000 Besucherinnen und Besucher. Der Eintritt zur drittgrössten Schweizer Automobilmesse in der Rundhofhalle der Messe Basel beim Messeplatz ist wieder frei. Im Interview mit dem «Geschäftsführer»: geben Bettina Schmid, Geschäftsleitungsmitglied der Garage Schmid sowie Geschäftsführerin der die «Auto Basel» organisierenden Birseck Marketing GmbH, und Christoph Keigel, CEO der Garage Keigel sowie Mediensprecher und Mitglied der «Auto Basel»-Arbeitsgruppe, schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Traditionsmesse und sprechen über aktuelle Entwicklungen in der regionalen Branche.

«Geschäftsführer»: Können Sie schon einen kleinen Eindruck geben, was die Besucherinnen und Besucher an der diesjährigen «Auto Basel» erwartet?

Bettina Schmid: Mehr als 40 Marken mit über 300 Neuwagen, 50 verschiedene Nutzfahrzeuge (bis 3,5 Tonnen), Anbieter von Tuning und Zubehör sowie Dienstleister präsentieren ihre Herbstneuheiten. Zu sehen ist zum Beispiel als Europa-Premiere der Mercedes Benz GLC. Gegen 150 regionale Garagenbetriebe nehmen an der Messe teil, aber auch die Vertreter der wichtigsten Importeure werden erwartet – ihre Präsenz unterstreicht den Stellenwert, den die «Auto Basel» bei Handel und Herstellern geniesst. Unter anderem sind natürlich auch die beiden Automobilclubs ACS und TCS, die Polizei Basel-Stadt oder die Behindertentransport-IVB mit einem Stand vertreten, und einmal mehr bieten zahlreiche Aussteller die Möglichkeiten für Probefahrten an.

Ist die «Auto Basel» eine Publikums- oder mehr eine Verkaufsmesse?

Christoph Keigel: Die «Auto Basel» ist sowohl Publikums- als auch Verkaufsmesse, wobei sich der Verkaufsaspekt in den letzten Jahren immer stärker akzentuiert hat. Sie ist explizit auf das regionale Autogewerbe sowie potenzielle Käufer aus der Region ausgerichtet und mittlerweile zu einer Kontaktplattform geworden. Um die 200 Direktverkäufe werden jährlich an der Messe getätigt, und das Interesse an einer Teilnahme nimmt beim Automobilgewerbe zu. So konnten wir für dieses Jahr ca. fünf Prozent mehr Buchungen verzeichnen und mussten mehr Standfläche zur Verfügung stellen.

Inwieweit spielt das Thema Ökologie an der «Auto Basel» eine Rolle?

Bettina Schmid: Wie immer in den letzten Jahren ist die Ökologie natürlich ein Thema. Man könnte auch sagen, dass die «Auto Basel» durchaus auch eine Diskussions- und Informationsplattform für das verkehrspolitisch doch eher alternative Basel darstellt, denn wir zeigen nicht nur die neusten Fahrzeuge mit alternativen Antriebsformen, sondern dokumentieren mit den ausgestellten Marken, welche fortschrittlichen Technologien heute bei den Fahrzeugen verwendet werden. Kleinere Motoren bei gleicher Leistung, weniger Spritverbrauch oder geringerer CO2-Ausstoss  – dies sind alles Resultate ökologisch ausgereifter Lösungen im aktuellen Automobilbau, was in den ideologisch geführten Diskussionen über den mobilen Verkehr oft unterschlagen wird.

Wie haben sich die Neuwagenverkäufe in letzter Zeit entwickelt?

Christoph Keigel: Dank Nachlässen der Importeure infolge der Aufhebung des Euro-Mindestkurses sind die Neuwagen in der Schweiz billiger geworden. Aus Sicht der Garage Keigel konnten wir – Stand Ende Mai – gegenüber dem Vorjahr etwa zehn Prozent mehr Neuwagen verkaufen. Gesamtschweizerisch wurden laut «Auto-Schweiz» in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 161’798 Personenwagen immatrikuliert. Das waren 7,9 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.  

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